Energieberatung für Immobilien: So sparen Sie Kosten, nutzen Förderung und erhöhen den Wert Ihrer Immobilie

Energieberatung für Immobilien: So sparen Sie Kosten, nutzen Förderung und erhöhen den Wert Ihrer Immobilie
Energieberatung für Immobilien: So sparen Sie Kosten, nutzen Förderung und erhöhen den Wert Ihrer Immobilie
  • von Benjamin Alisic
  • an 26 Jan, 2026

Stellen Sie sich vor, Sie zahlen jeden Monat zu viel für Heizung und Strom - und wissen gar nicht, wo genau das Geld hingeht. Das ist für viele Haus- und Wohnungseigentümer in Österreich und Deutschland Realität. Eine Energieberatung zeigt Ihnen genau, wo Ihr Haus Energie verschwendet und wie Sie das ändern können. Und das Beste: Der Staat zahlt fast die Hälfte dafür.

Was genau ist eine Energieberatung?

Eine Energieberatung ist keine einfache Besichtigung. Es ist eine detaillierte Analyse Ihres Gebäudes durch einen zertifizierten Experten. Der Berater prüft Ihre Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung und sogar die Luftdichtigkeit. Am Ende bekommen Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der genau sagt, was als Nächstes sinnvoll ist - und was nicht.

Der iSFP ist kein bloßes Papier. Er ist der Schlüssel zu Fördergeldern. Ohne ihn bekommen Sie bei vielen Sanierungsmaßnahmen nur die Hälfte der Zuschüsse - oder gar nichts. Wer 2026 eine neue Heizung einbauen will, braucht den iSFP, sonst verliert er Tausende Euro an staatlicher Unterstützung.

Wie viel kostet eine Energieberatung?

Die Preise variieren stark - je nach Größe Ihres Hauses, dem Umfang der Beratung und ob Sie den iSFP brauchen. Hier ist ein klarer Überblick für 2026:

  • Telefonische oder Online-Beratung (30 Min): 0-100 € - gut für eine erste Einschätzung, aber nicht förderfähig.
  • Vor-Ort-Beratung ohne iSFP: 300-1.000 € - gibt grobe Tipps, aber keine Förderung für Sanierungen.
  • Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) für Einfamilienhaus: 1.200-1.800 € - der Standard, den Sie brauchen, wenn Sie sanieren wollen.
  • iSFP für Mehrfamilienhaus (3-4 Wohnungen): 2.350-3.650 € - hier wird’s teurer, aber die Rendite auch höher.

Die Verbraucherzentrale bietet eine Basisberatung für nur 30 € an - und für einkommensschwache Haushalte ist sie sogar kostenlos. Das ist ein guter Einstieg, aber kein Ersatz für die vollständige Beratung mit iSFP.

Wie viel Förderung gibt es?

Die gute Nachricht: Der Staat übernimmt 50 % der Kosten - und zwar bis zu 650 € für Einfamilienhäuser und 850 € für Mehrfamilienhäuser. Das ist seit August 2024 so geregelt, und das bleibt auch 2026 so.

Beispiel: Sie lassen einen iSFP für Ihr Einfamilienhaus erstellen. Die Beratung kostet 1.300 €. Der Staat zahlt 650 €. Sie zahlen nur 650 € - und das, obwohl der Berater 1.300 € verlangt hat. Das ist kein Traum, das ist Realität.

Wichtig: Die Förderung läuft nur über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Und nur, wenn der Berater in der offiziellen Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes steht. Aktuell sind das über 15.000 zertifizierte Berater in Deutschland - in Österreich gibt es ähnliche Listen der Energieagentur.

Was wird nicht gefördert? Alles, was nicht zum iSFP gehört: Thermografie, Blower-Door-Test, Heizlastberechnung - das sind Zusatzleistungen, die Sie selbst zahlen. Aber: Diese Tests machen oft Sinn, weil sie genau zeigen, wo die Lücken sind.

Hausbesitzer studiert den individuellen Sanierungsfahrplan mit Empfehlungen für Dämmung und Heizung.

Was bringt eine Energieberatung wirklich?

Es geht nicht nur um die 650 €, die der Staat Ihnen zurückschickt. Es geht um die langfristigen Einsparungen.

Ein Haus aus den 80er-Jahren verbraucht oft 200-300 kWh pro Quadratmeter pro Jahr. Nach einer Sanierung nach iSFP sind es 60-80 kWh. Das bedeutet: Ein Haus mit 150 m² spart jährlich 18.000 kWh. Bei 0,12 € pro kWh sind das 2.160 € pro Jahr - und das nach der Sanierung.

Die Beratung zeigt Ihnen nicht nur, was Sie tun sollen - sondern auch, in welcher Reihenfolge. Sollten Sie zuerst die Fenster tauschen? Oder die Dämmung verbessern? Oder die Heizung ersetzen? Der iSFP sagt es Ihnen - und verhindert, dass Sie Geld für unsinnige Maßnahmen ausgeben.

Und hier kommt der große Vorteil: Mit iSFP bekommen Sie 5 % mehr Fördergeld bei jeder Sanierungsmaßnahme. Wer 30.000 € für eine Wärmepumpe investiert, erhält mit iSFP statt 25.000 € jetzt 26.250 € Zuschuss. Das ist 1.250 € mehr - und das nur, weil Sie den Fahrplan haben.

Wie finde ich den richtigen Berater?

Nicht jeder, der sich Energieberater nennt, ist auch zertifiziert. Sie müssen prüfen, ob der Berater in der offiziellen Liste des Bundes steht. Das geht einfach: Gehen Sie auf die Website des BAFA, suchen Sie nach „Energieeffizienz-Expertenliste“ und geben Sie Ihre Postleitzahl ein.

Wählen Sie jemanden mit Erfahrung in Gebäuden wie Ihrem. Ein Berater, der hauptsächlich Altbauten sanieren, ist besser als jemand, der nur Neubauten kennt. Fragen Sie nach Referenzen - und ob er auch Thermografie oder Luftdichtigkeitstests anbietet.

Wartenzeiten sind aktuell lang - durchschnittlich 4-6 Wochen. Planen Sie also frühzeitig. Wenn Sie im Frühjahr sanieren wollen, buchen Sie die Beratung im Winter. Und fragen Sie nach einem Festpreis - nicht nach Stunden. So wissen Sie genau, was Sie zahlen.

Haus verwandelt sich von energieverschwendend zu energieeffizient durch symbolische Aufwertungsschritte.

Was passiert, wenn ich keine Beratung mache?

Wer keine Energieberatung macht, verliert Geld - und Chancen.

  • Sie bekommen keine Förderung für Heizung, Dämmung oder Fenster - oder nur die Hälfte.
  • Sie sanieren falsch: Vielleicht tauschen Sie die Fenster aus, aber die Fassade ist undicht - dann ist die neue Heizung trotzdem zu groß und teuer.
  • Sie verpassen die Chance, Ihre Immobilie wertvoller zu machen. Energieeffiziente Häuser verkaufen sich schneller und teurer - oft mit bis zu 15 % Aufschlag.
  • Sie zahlen mehr für Heizung, als nötig wäre. Die Nebenkosten steigen weiter - und Sie können nichts dagegen tun.

Und das alles, obwohl die Lösung so einfach ist: Eine Beratung, die Sie fast kostenlos bekommen.

Was kommt als Nächstes?

Die Bundesregierung plant für 2025 eine Reform der Förderung. Es wird weniger Bürokratie geben - aber auch strengere Qualitätsstandards. Das bedeutet: Die Beratung wird noch wichtiger. Wer jetzt keinen iSFP hat, könnte später im Nachteil sein.

Wenn Sie 2026 sanieren wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Buchen Sie die Beratung. Lassen Sie sich den iSFP erstellen. Und dann entscheiden Sie - Schritt für Schritt - was Sie tun.

Es ist kein großer Aufwand. Ein paar Stunden mit einem Experten. Ein paar hundert Euro Eigenanteil. Und dann haben Sie einen Plan - und die Gewissheit, dass Sie Ihr Geld richtig investieren.

4 Comments

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    MICHELLE FISCHER

    Januar 26, 2026 AT 08:34

    Oh ja, natürlich - der Staat zahlt 50 %, aber nur wenn du 15.000 Euro an Experten abkassierst, die dir sagen, dass du Wärmedämmung brauchst. Genial. Ich hab mein Haus 1998 gebaut, kein iSFP, und die Heizkosten sind niedriger als bei meinen Nachbarn mit 300-seitigem Sanierungsfahrplan. Wer braucht schon Daten, wenn man einfach das Fenster zu macht?

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    Angela Rosero

    Januar 27, 2026 AT 20:30

    Es ist unerträglich, wie oft in diesem Artikel das Wort „iSFP“ ohne korrekte Großschreibung verwendet wird. Es handelt sich um einen Akronym, der gemäß Duden und DIN-Norm als „I-S-F-P“ zu schreiben ist. Zudem ist der Begriff „Energieberatung“ kein Synonym für „Förderungsantrag“. Wer dies nicht versteht, sollte lieber aufhören, über Energieeffizienz zu schreiben.

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    Oskar Sjöberg

    Januar 28, 2026 AT 12:59

    Ich hab mal einen Berater bezahlt, der mir gesagt hat, ich soll die Heizung tauschen. Drei Monate später hat er selbst eine neue Heizung in seinem Haus installiert – mit Förderung, natürlich. Ich hab dann einfach die Heizkörper abgedichtet und die Raumtemperatur um ein Grad runtergedreht. Seitdem spare ich mehr als mit dem ganzen Papierkram. Wer braucht schon einen Experten, wenn man einen Thermometer hat?

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    Luke Byrne

    Januar 30, 2026 AT 03:35

    Die Bundesregierung hat die Energieberatung nicht erfunden, um uns zu helfen… nein, sie will uns kontrollieren. Die „Expertenliste“? Ein staatliches Überwachungsnetz. Wer sich beraten lässt, gibt seine Hausdaten an die EU weiter. Und die wissen genau, wie viel Wärme du verbrauchst. Das ist nicht Energiepolitik – das ist Big Brother mit einem Klemmbrett. 😈

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