Walk-in-Dusche im Badezimmer: Die besten Glasoptionen und wie Sie eine dichte Abdichtung sicherstellen

Walk-in-Dusche im Badezimmer: Die besten Glasoptionen und wie Sie eine dichte Abdichtung sicherstellen
Walk-in-Dusche im Badezimmer: Die besten Glasoptionen und wie Sie eine dichte Abdichtung sicherstellen
  • von Helmut Schröder
  • an 15 Dez, 2025

Wenn Sie Ihr Bad modernisieren, ist eine Walk-in-Dusche heute keine Luxusvariante mehr - sie ist Standard. In Deutschland machen begehbare Duschen mittlerweile 37% aller neu installierten Duschlösungen aus. Warum? Weil sie Platz sparen, barrierefrei sind und ein offenes, luftiges Gefühl vermitteln. Doch das große Problem bei diesen Duschen liegt nicht im Glas, sondern darunter: der Abdichtung. 72 % aller Wasserschäden bei Walk-in-Duschen entstehen nicht durch gebrochenes Glas, sondern durch falsch verlegte Dichtungen an den Übergängen. Hier erfahren Sie, wie Sie die richtigen Glasoptionen wählen und eine Abdichtung machen, die Jahrzehnte hält.

Was macht ein gutes Glas für eine Walk-in-Dusche aus?

Nicht jedes Glas ist gleich. Für eine Walk-in-Dusche muss es drei Dinge können: sicher sein, stabil bleiben und leicht zu reinigen. Das bedeutet: Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist das einzige Material, das Sie verwenden sollten. ESG-Glas wird thermisch vorgespannt - das heißt, es wird auf über 600 °C erhitzt und dann schnell abgekühlt. Dadurch entstehen innere Spannungen, die die Bruchfestigkeit um das Dreifache erhöhen. Wenn es doch einmal bricht, zerfällt es in kleine, stumpfe Stücke - kein scharfes Glas, kein Verletzungsrisiko. Normales Floatglas? Keine Option. Es splittet in große, scharfe Scherben - ein echtes Sicherheitsrisiko in einem nassen Raum.

Die Standardstärke für Duschwände liegt bei 8 mm oder 10 mm. 8 mm ist das gesetzliche Minimum nach DIN-EN 12150. Aber wenn Sie Platz und Budget haben, greifen Sie zu 10 mm. Warum? Weil es stabiler ist, weniger vibriert und die Dichtung länger hält. Eine 8-mm-Wand wiegt etwa 16 kg pro Quadratmeter, eine 10-mm-Wand knapp 20 kg. Das klingt viel, aber das Gewicht ist kein Problem, wenn die Wand richtig montiert ist. Der entscheidende Punkt: Je schwerer das Glas, desto weniger bewegt es sich. Und jede Bewegung - selbst die kleinste - reißt mit der Zeit die Silikonfuge auf.

Die Höhe der Glaswand sollte mindestens 200 cm betragen. Tiefer als 210 cm ist selten nötig, es sei denn, Sie haben eine sehr hohe Decke. Die Breite variiert zwischen 80 und 120 cm. Die meisten Hersteller bieten Standardmaße an - es lohnt sich nicht, maßgeschneiderte Lösungen zu wählen, wenn Sie nicht zwingend eine ungewöhnliche Badform haben. Die Kosten liegen zwischen 160 € und 400 € pro Wand, je nach Glasqualität und Beschichtung.

Glas mit Nano-Beschichtung: Mehr Komfort, weniger Arbeit

Ein echter Game-Changer bei modernen Duschwänden ist die Nano-Beschichtung. Diese ultra-dünne Schicht aus Siliziumdioxid macht die Glasoberfläche hydrophob - Wasser perlt ab wie auf einer Lotusblume. Kalk, Seifenreste und Schmutz haften nicht mehr so leicht. Studien der TU München zeigen: Nano-Beschichtungen reduzieren die Kalkhaftung um 65 % und senken den Reinigungsaufwand um 40 %. Das ist kein Marketing-Gimmick - das ist echte Praxis.

Die neueste Generation dieser Beschichtungen, wie sie etwa von Glasprofi24 seit 2023 verwendet wird, reduziert Kalkablagerungen sogar um 85 % im Vergleich zu unbehandeltem Glas. Die Folge: Sie brauchen den Glasreiniger nur noch alle zwei Wochen, nicht mehr jede Woche. Und Sie vermeiden die unschönen weißen Ränder an den Ecken, die viele mit „Kalkflecken“ verwechseln - dabei sind es oft nur abgetrocknete Seifenreste.

Wichtig: Nicht alle Nano-Beschichtungen sind gleich. Einige werden nur auf die Außenseite aufgetragen - das ist schlecht. Die beste Lösung ist eine doppelte Beschichtung: innen und außen. So bleibt die Oberfläche auch dann schmutzabweisend, wenn Sie von innen putzen. Fragt man Hersteller wie Bernstein Badshop, welche Modelle sie am häufigsten verkaufen, kommt oft das EX103-Modell mit 10-mm-Super-White-Glas und doppelter Nano-Beschichtung. Es ist teurer, aber die Lebensdauer und der Komfort sind deutlich besser.

Warum Kunststoff keine echte Alternative ist

Kunststoff-Duschwände sind günstiger - ab 100 € sind sie zu haben. Und sie sind leicht: nur 6-8 kg pro Quadratmeter, fast halb so schwer wie Glas. Aber das ist auch ihr größter Nachteil. Kunststoff ist weich. Er kratzt leicht, verfärbt sich mit der Zeit, besonders wenn Sie aggressive Reiniger verwenden. Nach 8-10 Jahren zeigen sie erste Risse, Verfärbungen oder Verformungen. Glas hält 15-20 Jahre - oft länger.

Ein weiterer Punkt: Kunststoff vibriert. Bei jeder Dusche, bei jedem Berühren der Wand zittert er leicht. Diese Vibrationen belasten die Silikonfuge am Boden. Und genau dort passiert der größte Fehler: Die Fuge reißt, Wasser sickert durch - und der Untergrund wird nass. In einer Studie des Deutschen Sanitärforums wurden 68 % der Wasserschäden bei Kunststoffduschen genau an dieser Stelle festgestellt. Bei Glas ist das Risiko deutlich geringer - vorausgesetzt, die Montage ist sauber.

Preislich mag Kunststoff attraktiv wirken. Aber rechnen Sie mal: Ein 100 €-Kunststoff-Modell, das nach 8 Jahren ersetzt werden muss, kostet über 15 Jahre gesehen 187,50 €. Ein 350 €-Glasmodell, das 20 Jahre hält, kostet nur 17,50 € pro Jahr. Wer hier spart, zahlt doppelt.

Mehrschichtige Abdichtung einer Duschwanne mit Flüssigdichtung und Armierungsgewebe an der Wand-Boden-Fuge.

Die Abdichtung: Der entscheidende Schritt

Das Glas ist schön, die Beschichtung perfekt - aber ohne eine richtige Abdichtung ist alles umsonst. Die meisten Fehler passieren hier. Und sie sind oft nicht sichtbar, bis es zu spät ist: Feuchtigkeit dringt in die Wand, der Putz löst sich, Schimmel wächst - und dann muss der ganze Boden aufgebrochen werden.

Die richtige Abdichtung ist ein mehrschichtiges Verfahren, nicht einfach nur Silikon auftragen. Hier ist der korrekte Ablauf:

  1. Grundierung: Der Boden und die Wände werden mit einer speziellen Grundierung behandelt, die den Untergrund festigt und die spätere Dichtung besser haften lässt.
  2. Flüssige Dichtung: Eine flüssige Dichtmasse wie Knauf Flachdicht wird gleichmäßig aufgetragen - mindestens 1,5 mm dick. Diese Schicht bildet die Hauptbarriere gegen Wasser.
  3. Armierungsgewebe: An den Ecken, besonders an der Übergangsstelle zwischen Boden und Wand, wird ein gewebtes Dichtungsband eingelegt. Das verhindert, dass die Dichtung an diesen kritischen Stellen reißt.
  4. Deckschicht: Eine zweite Schicht flüssige Dichtung wird aufgetragen, um das Gewebe vollständig zu umschließen.
  5. Warten: Die Dichtung muss mindestens 24 Stunden trocknen, bevor die Duschwanne oder der Boden eingebaut wird.

Danach kommt die Glaswand. Die Fuge zwischen Glas und Boden darf maximal 4 mm breit sein. Breiter? Dann kann das Silikon nicht richtig haften. Schmaler? Dann passt das Glas nicht mehr. Die Fuge wird mit Sanitärsilikon verschlossen - und zwar mit Schimmelresistenz. Empfohlen werden Produkte wie Soudal Sanisil oder Geocel 2300. Kein normales Silikon aus dem Baumarkt! Es enthält Fungizide, die nach einigen Monaten abgebaut sind - und dann kommt der Schimmel.

Installation: Was Sie vorher prüfen müssen

Bevor Sie die Dusche einbauen, prüfen Sie drei Dinge - sonst wird es teuer:

  • Der Boden muss absolut waagerecht sein. Maximal 1 mm Abweichung auf 1 Meter. Wenn der Boden schief ist, läuft das Wasser nicht richtig ab - und sammelt sich an der Wand. Ein Nivelliermittel hilft, kleine Unebenheiten auszugleichen.
  • Die Wände müssen stabil sein. Putzdicke mindestens 8 mm. Wenn die Wand zu weich ist, kann sich das Glas bei der Montage verbiegen - und die Dichtung reißt. Bei alten Häusern lohnt sich ein Profi, der die Wand mit einem Hammer testet.
  • Der Abfluss muss richtig positioniert sein. Er muss genau in der tiefsten Stelle der Duschfläche liegen. Ein Abfluss, der zu weit weg ist, führt zu stehendem Wasser - und das ist der beste Nährboden für Schimmel.

Die Montage selbst dauert bei einem erfahrenen Handwerker 6-8 Stunden. Wenn Sie es selbst machen, rechnen Sie mit 2-3 Tagen. Und wenn Sie unsicher sind: Holen Sie sich einen Sanitär-Installateur. Eine falsch montierte Dusche kostet später 3.000 € - eine professionelle Installation kostet 800 €.

Intelligente Duschwand mit magnetischer Dichtung und Feuchtigkeitssensor, der Luftfeuchtigkeit erkennt.

Wartung: So bleibt Ihre Dusche jahrelang perfekt

Eine Walk-in-Dusche mit Glas und Nano-Beschichtung ist nicht wartungsfrei - aber sie ist extrem pflegeleicht. Hier ist Ihr jährlicher Plan:

  • Monatlich: Prüfen Sie die Silikonfugen. Sind sie trocken? Gibt es Risse, Blasen oder Verfärbungen? Ein kleiner Riss kann großes Leid bringen. Wenn Sie etwas finden: Sofort ersetzen.
  • Wöchentlich: Nach der Dusche das Glas mit einem Mikrofasertuch abwischen. So bleibt das Wasser nicht lange auf der Oberfläche - das verhindert Kalk.
  • Alle 6 Monate: Reinigen Sie das Glas mit einem speziellen Glasreiniger wie Sulo Glasreiniger. Kein Essig, kein Zitronensäure-Reiniger - die zerstören die Nano-Beschichtung.
  • Jährlich: Lassen Sie den Abfluss von einem Profi reinigen. Verstopfungen führen zu stehendem Wasser - und das schwächt die Abdichtung.

Wenn Sie das machen, bleibt Ihre Dusche nach 15 Jahren wie neu. Die meisten Probleme entstehen nicht durch das Glas, sondern durch Nachlässigkeit bei der Pflege.

Was kommt als Nächstes? Smarte Duschen und neue Technologien

Die Zukunft der Walk-in-Dusche ist smart. Seit 2023 testen Hersteller wie Glasprofi24 magnetische Dichtprofile, die sich automatisch an die Wand anlegen - kein Silikon mehr nötig. Und bis 2026 werden 40 % der Premiummodelle mit Sensoren ausgestattet sein, die die Feuchtigkeit an den Fugen messen. Wenn die Luftfeuchtigkeit an der Wand steigt, senden sie eine Warnung an Ihr Smartphone - bevor Schimmel entsteht.

Das ist nicht Science-Fiction - das ist bereits in Entwicklung. Die Nachfrage wächst: Mit jedem Prozentpunkt mehr Menschen über 65 Jahren steigt die Nachfrage nach barrierefreien Duschen um 0,75 %. Und wer heute eine Dusche baut, will sie nicht in 10 Jahren ersetzen. Er will sie 20 Jahre lang nutzen - ohne Probleme.

Die richtige Wahl heute spart Ihnen nicht nur Geld - sie spart Ihnen Stress, Arbeit und Angst vor teuren Reparaturen. Glas ist die beste Lösung. Aber nur, wenn Sie es richtig installieren und pflegen.

Kann ich eine Walk-in-Dusche mit 8 mm Glas ohne Rahmen montieren?

Ja, das ist möglich - aber nur, wenn die Wand stabil genug ist und die Glaswände mit speziellen Halterungen an der Wand und dem Boden befestigt werden. Eine rahmenlose Montage erfordert präzise Bohrungen und hochwertige Edelstahl- oder Aluminiumprofile. Für Laien ist das nicht empfehlenswert. Ein professioneller Installateur sollte die Montage durchführen, da jede Abweichung von mehr als 1 mm die Dichtung gefährdet.

Warum reißt die Silikonfuge nach einigen Jahren?

Die Silikonfuge reißt meistens nicht, weil das Material schlecht ist, sondern weil die Unterlage nicht richtig vorbereitet wurde. Wenn der Boden nicht waagerecht ist, die Wand nicht stabil genug oder die Dichtung nicht flüssig aufgetragen wurde, entstehen Spannungen. Diese belasten das Silikon bei jeder Dusche - und nach einigen Jahren bricht es. Auch normales Silikon ohne Schimmelresistenz wird im Laufe der Zeit porös und verliert seine Elastizität.

Ist ein Abfluss mit integrierter Dichtung wirklich notwendig?

Ja. Ein herkömmlicher Abfluss mit Gummiring reicht nicht aus. Moderne Walk-in-Duschen brauchen einen Abfluss mit integrierter Dichtung, der direkt in die flüssige Dichtung des Bodens eingebaut wird. Diese Systeme verhindern, dass Wasser um den Abfluss herum sickert - ein häufiger Fehler bei älteren Installationen. Modelle von Geberit oder Villeroy & Boch sind dafür speziell entwickelt.

Kann ich die Nano-Beschichtung nachträglich auftragen?

Nein. Nano-Beschichtungen werden nur in der Fabrik auf das Glas aufgebracht - bei hohen Temperaturen und unter kontrollierten Bedingungen. Nachträgliche Sprays aus dem Baumarkt sind kein Ersatz. Sie halten maximal 6 Monate, verändern die Oberfläche optisch und können sogar die Reinigung erschweren. Besser: Ein neues Glas mit integrierter Beschichtung kaufen.

Wie erkenne ich, ob mein Glas wirklich ESG ist?

Jedes echte ESG-Glas hat ein Etikett - meistens in einer Ecke des Glases. Es zeigt das CE-Zeichen und die Norm DIN-EN 12150. Wenn Sie das Etikett nicht finden, fragen Sie den Händler nach dem Materialzertifikat. Ein seriöser Anbieter gibt es immer aus. Ohne Zertifikat: Kein Kauf. ESG ist kein Marketing-Begriff - es ist eine gesetzliche Norm für Sicherheit.

18 Comments

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    Astrid Gutierrez Jimenez

    Dezember 15, 2025 AT 18:40

    Ich hab neulich eine Walk-in-Dusche gebaut - mit 8mm Glas und normalem Silikon. Zwei Jahre später: Schimmel unter der Fuge. Kein Wunder, dass die meisten Leute das nicht wissen. Einfach nur traurig, wie viele hier denken, dass 'günstig' = 'gut'.
    Ich hab jetzt 10mm mit doppelter Nano-Beschichtung und Soudal Sanisil. Kein Reinigungsaufwand mehr. Warum hat mir das keiner vorher gesagt?

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    Lena Razzouk

    Dezember 17, 2025 AT 09:52

    ACH DAS WAR ALSO DER GRUND WARUM MEIN BAD 2022 ZU EINEM SCHWAMM-UNTERWASSER-RESERVAAT WURDE?!?!?!! 😭😭😭
    Ich hab gedacht, ich bin zu dumm zum Duschen. Nein. Ich war nur zu vertrauensvoll. Wer hat mir das Silikon verkauft? Ich will ihn finden. Und ihn in die Dusche stecken. Mit dem alten Silikon. 😤

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    Jerry Schulz

    Dezember 18, 2025 AT 14:08

    Die Nano-Beschichtung ist kein Wundermittel wenn der Boden nicht waagerecht ist. Ich hab drei Duschen gebaut. Keine mit 8mm. Nur 10mm. Und immer mit Flüssigdichtung und Armierungsgewebe. Wer das nicht macht kriegt Probleme. Punkt. Kein Marketing, kein Hype. Nur Physik. Und wer das nicht versteht sollte lieber einen Profi ranlassen.
    Und nein kein Essig. Das ist wie mit Salz auf der Wunde. Nur mit Glas.

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    Dumitru alina

    Dezember 19, 2025 AT 02:51

    Vielen Dank für diesen klaren und gut strukturierten Artikel. Es ist selten, dass man so fundierte Informationen zu einem Alltagsthema findet. Die Erklärung zur Abdichtung ist besonders wertvoll. Ich werde meine Dusche in drei Jahren erneuern und werde diese Schritte genau befolgen.
    Ein kleiner Hinweis: Die Angabe '1,5 mm dick' für die Flüssigdichtung ist korrekt, aber man sollte auch die Viskosität des Produkts prüfen. Ein zu flüssiges Produkt kann abfließen und nicht gleichmäßig haften.

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    Stefanie Koveal

    Dezember 19, 2025 AT 22:42

    OH MEIN GOTT. Ich hab das mit dem Nano-Glas geglaubt. Ich dachte, ich bin die Königin der Dusche. Ich putze wie eine Besessene. Jede Woche. Mit dem teuren Reiniger. Und dann... KALK. KALK. KALK. Überall. Ich hab gedacht, ich bin verrückt. Nein. Ich war nur betrogen. Von der Werbung. Von mir selbst. Von dem Leben. 😭
    Jetzt hab ich ein neues Glas. Mit doppelter Beschichtung. Und ich weine vor Freude. Endlich. Endlich. Ein glitzerndes, kalkfreies Paradies. 🌊✨

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    Ulrich Krause

    Dezember 21, 2025 AT 17:49

    Ja klar. 10mm Glas. Nano-Beschichtung. Alles perfekt. Und dann kommt der Nachbar und sagt: 'Hey, ich hab ne Kunststoffdusche, 12 Jahre, kein Schimmel, kein Problem.'
    Und du? Du hast 350€ ausgegeben, drei Tage gebaut, und jetzt hast du Angst, das Glas zu berühren, weil es 'vibriert'.
    Ich liebe diese Leute, die alles perfekt machen... und dann noch Angst haben, sich die Hände zu waschen.

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    wolfram wolfram

    Dezember 22, 2025 AT 02:13

    Es ist unerträglich, wie oft hier fachlich falsche Begriffe verwendet werden. Es heißt nicht 'Flüssigdichtung', sondern 'flüssige Dichtmasse' gemäß DIN 18534. 'Nano-Beschichtung' ist ein Marketingbegriff; korrekt wäre 'hydrophobe Siliziumdioxidbeschichtung'.
    Und wer 'Soudal Sanisil' empfiehlt, sollte sich mit der EN 15651-1 auseinandersetzen. Dieses Produkt ist nicht für dauerhafte Nassräume zugelassen. Es ist ein 'sanitärer Dichtstoff' - kein 'Dichtungssystem'.
    Die gesamte Argumentation ist von einem ungenauen Sprachgebrauch durchzogen. Dieser Beitrag ist eine Gefahr für die Baukultur.

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    Uta Mcnatt

    Dezember 23, 2025 AT 22:06

    72% Wasserschäden durch falsche Abdichtung? Woher kommt diese Zahl? Quelle? Studie? Oder einfach nur eine Zahl, die klingt, als wäre sie wichtig?
    Und warum wird nicht erwähnt, dass in vielen Neubauten heute eine vorgefertigte Duschwanne mit integrierter Dichtung verwendet wird - und die funktioniert besser als alles, was hier beschrieben wird?
    Ich find's immer wieder erstaunlich, wie Leute komplexe Systeme mit 'Glas + Silikon' erklären, als wäre das die einzige Lösung.

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    Angela Writes

    Dezember 25, 2025 AT 02:24

    Dieser Text ist mehr als eine Anleitung - er ist ein Manifest für eine Kultur des Langfristigen. In einer Welt, die nach schnellen Lösungen verlangt, erinnert er uns daran, dass Qualität nicht nur eine Investition ist, sondern eine Haltung.
    Die Walk-in-Dusche ist kein Raum, sondern eine Erfahrung. Sie verbindet Körper, Architektur und Zeit. Wer sie mit Sorgfalt baut, baut nicht nur für sich - er baut für die Zukunft, für diejenigen, die nach ihm duschen werden.
    Vielen Dank für diese klare, menschliche Stimme in einer Welt voller Marketinggeräusche.

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    Jannes Bergmann

    Dezember 25, 2025 AT 14:49

    10mm Glas? Nano-Beschichtung? 😴
    Ich hab ne Dusche aus PVC. 100€. 15 Jahre. Kein Schimmel. Kein Reinigen. Kein Drama.
    Und du? Du hast 350€ hingeblättert, dich mit 'Silikonresistenz' beschäftigt, und jetzt fragst du dich, warum dein Bad noch nicht wie ein Spa aussieht.
    Bruder. Es ist nur eine Dusche. Nicht die Pyramide von Gizeh.
    😂

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    hans eilers

    Dezember 26, 2025 AT 11:12

    Ich hab die Dusche gebaut, hab 8mm genommen, weil es billiger war, hab Silikon vom Discounter genommen, hab den Boden nicht genivelliert, hab die Fuge 8mm gemacht, weil das Glas so passt...
    und jetzt hab ich Schimmel. Und das ist mein 4. Versuch. Ich hab jetzt Angst, ins Bad zu gehen. Ich hab Angst vor Wasser. Ich hab Angst vor mir selbst.
    und ich hab noch nie einen Handwerker angerufen. Ich bin zu stolz. Oder zu faul. Oder beides.

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    Sarah Mertes

    Dezember 27, 2025 AT 09:25

    WOW. Ich hab das gelesen und gleich meinem Mann zugeschickt. Er wollte immer Kunststoff. Jetzt schaut er auf das Glas und sagt: 'Mann, das ist ja fast wie ein Aquarium.'
    Und ich? Ich hab Tränen in den Augen. Weil ich endlich nicht mehr diejenige bin, die alles kaputt macht. Endlich haben wir was, das nicht nur schön ist, sondern auch klug.
    Vielen Dank. Echt. Von Herzen. 🙏💖

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    Yanick Iseli

    Dezember 29, 2025 AT 07:04

    Ich komme aus der Schweiz, wo die Bauvorschriften strenger sind. Hier wird eine Walk-in-Dusche immer mit einem Abfluss mit integrierter Dichtung und einem Prüfprotokoll installiert. Es ist nicht nur eine Frage der Qualität - es ist eine Frage der Haftung.
    Die Erwähnung von Geberit und Villeroy & Boch ist korrekt. Ich würde jedoch auch noch Kaldewei ergänzen - ihre Systeme sind in der Schweiz Standard.
    Ein hervorragender Beitrag. Vielen Dank.

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    Markus Rönnholm

    Dezember 31, 2025 AT 02:39

    Ich hab das gelesen und dachte: Das ist genau das, was ich brauche. Ich hab meine Dusche vor 3 Jahren gebaut - mit 8mm und normalem Silikon. Jetzt ist alles schwarz. Aber ich hab nicht aufgegeben.
    Ich hab jetzt ein neues Glas bestellt. Mit 10mm. Mit doppelter Nano-Beschichtung. Und ich werd’s richtig machen.
    Danke, dass du nicht nur gesagt hast, was falsch ist - sondern auch, wie man es richtig macht. Das macht den Unterschied.

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    Natascha Garcia

    Januar 1, 2026 AT 08:08

    Ich hab die Nano-Beschichtung geglaubt. Ich dachte, ich brauche nie mehr zu putzen. Dann hab ich gesehen, wie der Kalk trotzdem kommt. Und ich hab gedacht: Ich bin zu dumm.
    Jetzt hab ich verstanden: Es ist nicht das Glas. Es ist das Wasser. Es ist die Luft. Es ist die Zeit.
    Ich putze jetzt nach jeder Dusche. Mit einem Mikrofasertuch. Und es fühlt sich an, als würde ich mich selbst lieben.
    Das ist mehr als eine Dusche. Das ist eine Meditation. 💖

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    Helga Blankenship

    Januar 1, 2026 AT 14:01

    Ich hab das gelesen und hab geweint. Nicht weil ich traurig bin. Sondern weil ich endlich verstehe, warum meine Dusche immer so eklig war.
    Ich hab immer gedacht, ich putze nicht gut genug. Aber nein. Ich hab die falschen Produkte benutzt. Und ich hab nie nachgedacht.
    Jetzt hab ich einen Plan. Und ich fühle mich nicht mehr so allein. Vielen Dank.

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    Ulrich Linder

    Januar 2, 2026 AT 10:36

    Die Abdichtung ist das Wichtigste. Alles andere ist Deko.
    Wenn du das nicht richtig machst, kannst du Gold auf das Glas kleben - es wird trotzdem kaputt.
    Profi ranlassen. Punkt.

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    Angela Francia

    Januar 2, 2026 AT 13:17

    Ich hab 10mm Glas bestellt. Aber jetzt hab ich Angst, dass der Handwerker es falsch montiert. Ich will nicht noch mal 350€ verpulvern.
    Was ist, wenn er die Fuge zu breit macht? Was ist, wenn er die Grundierung vergisst?
    Ich hab jetzt so viel gelesen, dass ich fast nicht mehr duschen will.
    Ich liebe Duschen. Aber ich hasse mich dafür, dass ich so viel wissen muss, um einfach nur nass zu werden.

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